Würde und Gegenleistung

Im Tagesschau-Text heißt es, das Bedingungslose Grundeinkommen sei Geld, das ohne Gegenleistung gegeben wird. 

https://www.tagesschau.de/inland/grundeinkommen-faq-101.html

Ist denn das etwas Schlimmes, Schlechtes oder Verwerfliches? Oder ist nicht viel mehr derjenige schlimm, schlecht und verwerflich, der andere Leute dazu nötigen will, für die Existenz eine Gegenleistung zu erbringen? Die moralische Empörung ist zu Recht gegen die HartzIV-Befürworter und Gegenleistung-Verlanger gerichtet. Diese haben keine Legitimität im gesellschaftlichen Diskurs. Ihre Weltsicht passt nicht zu einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Wir können nur den freien Menschen wollen. Alles andere ist totalitär. Deswegen passt die Arbeitspflicht in keine moderne Gesellschaft.

Das Problem mit der Gegenleistung-Idee ist, dass sie nichts mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen zu tun hat. Die Existenzsicherung hat nichts mit Gegenleistung zu tun. Die Existenzsicherung ist ein autonomer Akt des Menschen. In dem Moment, wenn wir ihn zwingen und nötigen, dafür einem anderen Menschen eine Gegenleistung zu erbringen, in dem Moment entwürdigen wir den Menschen. Das muss man verstehen. Dann ist auch zu erkennen, dass Gegenleistung und Existenzsicherung nichts miteinander zu tun haben.

Gesellschaft heute

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