Pulsierende Magnetfeldresonanztherapie bei Haarausfall

Frau Martina B. stellt folgende Frage: 

Hallo,
ich bekam am 17.Mai 2017 unfallbedingt einen Bypass in der Kniekehle. Erst musste ich 2 x am Tag Heparin spritzen, dann sollte ich auf ASS und Marcumar umgestellt werden. Leider schwankte der INR Wert stark und ich bekam Haarausfall. Dann wurde ich auf ASS und Clopidogrel umgestellt. Leider immer noch mit Haarausfall. Ich sollte jeden Tag eine Tablette nehmen. Das war zu viel für mich und ich nahm 3 x in der Woche die Tablette. Immer jeweils nach 2 Tagen noch stärkerer Haarausfall und die ganze Zeit über Kopfjucken. Wenn mehrere Tage dazwischen sind weniger Kopfjucken. Mein Gefäßspezialist meldet sich trotz Nachfragens seit 4 Wochen nicht zurück, da er laut Sprechstundenhilfe sehr viel zu tun hat. Er meinte damals, ich solle mind. bis Ende des Jahres das Clopidogrel weiter einnehmen.
Meine Frage ist, ob ich durch die Behandlung mit der Magnetfeldtherapie evtl. ganz auf das Clopidogrel verzichten könnte und nur das weiterhin ASS einnehme.
Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen

Herr PD Dr. med. Erich Ebner antwortet:

Sehr geehrte Frau Martina B.,
Ihre Anfrage zur Therapiefortführung kann ich nicht klar entscheiden. Es ist zweifelsfrei und auch gesichert, dass im Rahmen einer pulsierenden Magnetfeldtherapie eine Zusammenballung von roten Blutkörperchen verhindert werden kann. Man nennt diesen Vorgang der Zusammenballung Sludge-Phänomen und bezieht sich vor allem auf die kleinen Gefäße, die Mikrozirkulation. Die Strömungsverhältnisse an großen Gefäßen sind jedoch anders, man möchte meinen günstiger. Aber am Rande der Blutströmung treten Wirbel auf, die die Strömung negativ beeinflussen und Ablagerungen auslösen können, die Thrombose, die zur Embolie führen kann. Sehr gefährlich, deswegen die antithrombotische Therapie, sicherlich mit einer zeitlichen Sicherheitsspanne. Der Umstand des Haarausfalls bei der Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten ist bekannt, aber der Haarausfall ist reversibel. Besser noch, unter dem Magnetfeldeinfluss wird die Neubildung begünstigt, ebenso wie der Haarwuchs normalerweise beschleunigt wird. Eine Absprache über das Aussetzen der Therapie oder Teiltherapie müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen, auch wenn er sich drücken will. Im Extremfall des Haarausfalls können Sie aber auch eine Perücke über Ihre Krankenversicherug beanspruchen.

Ich hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen
PD Dr. E. Ebner

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