Online-Zeitschriften zum Grundeinkommen

Die meisten Online-Zeitschriften sind vollgepappt mit Werbung. – Dazwischen, wiederum von Werbung überdeckt, die der Leser erst wegklicken muss, ein paar karge Zeilen Text, die so aussehen, als hätten sie bloße Alibifunktion und eigentlich ginge es um die Werbung, die der Leser anschauen und anklicken soll. – Und der Leser weiß nicht, wessen Anliegen auf der HTML-Seite verbreitet werden: die der Werbeschaffenden oder die Meinung eines Autors, der über das Bedingungslose Grundeinkommen schreibt.

Die Gesamtsituation vieler Online-Zeitschriften zeigt die wahren Verhältnisse. – Die Betreiber brauchen Geld. Deshalb pappen sie ihre HTML-Seiten voll mit Werbung. Diese Werbung interessiert niemanden. Erst recht nicht die Leser der Zeitschriften. Diese Werbung ist pure Belästigung.

Warum belästigen die Online-Zeitschriften Betreiber ihre Leserschaft mit Werbung?

Wenn sie doch genau wissen, die Mehrheit der Leser will das nicht. – Das ist die perfide Logik der Marktwirtschaft. Sie behaupten einfach, der Konsument weiß noch nicht von seinen Bedürfnissen. Deswegen müssen wir sie ihm mitteilen. Das nennen sie dann »Werbung«.

So sind die meisten Online-Zeitschriften Betreiber miese, fiese Belästiger!?

Sie wissen ganz genau, dass ihre Leserschaft die hinterhältige Anmache mit Werbung nicht wollen. Statt die Werbung wegzulassen und den Leser mit fundierten Analysen und pfiffigen Aussagen zu spannenden Themen zu erfreuen, machen sie jetzt was? – Sie zeigen dem Leser eine ganz große Warntafel: »Lieber Leser, du benutzt einen Adblocker. – Wir müssen aber auch leben können. Und verdienen unser Geld, indem wir dich belästigen mit blöden Werbeanzeigen, die du garantiert nicht sehen willst. Aber das ist nun mal die Logik der Marktwirtschaft. Du willst keine Marktwirtschaft? Dann setze dich für etwas Besseres ein. Was immer das ist. – Aber jetzt schalte bitte deinen komischen Adblocker ab, damit wir Geld verdienen können.«

So, oder ähnlich lauten die Botschaften der Online-Zeitschriften Betreiber an ihre Leser. Ist das nicht meschugge?

Durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde sich vieles ändern können. Zum Beispiel bräuchten dann Online-Zeitschriften Betreiber nicht mehr ihre Leserschaft mit Warnhinweisen belästigen. – Da ihre Existenzsicherung garantiert ist, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen, könnten sie komplett auf Werbeeinblendungen verzichten, wenn zum Beispiel eine treue Leserschaft 5 Cent monatlich bezahlen würde, um diese »Qualitätsmedien« konsumieren zu können. – Wow. Sind das nicht rosige Aussichten?

Jetzt aber zu dem Autor in »Golem«, der über das Bedingungslose Grundeinkommen schreibt.

https://www.golem.de/news/bedingungsloses-grundeinkommen-grund-genug-1809-136468.html

Er will Grundeinkommen rechnen und rechnet so: 46 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter. Und im nächsten Satz schreibt er: Jeder bekäme 1000 Euro.

Meint er jetzt, jeder »im erwerbsfähigen Alter«?

Dann schreibt er, »die Kosten« für ein Grundeinkommen seien 552 Milliarden Euro. Wie kommt er auf diesen Wert?

Egal. Ist ja auch nicht so wichtig. Das Wichtige sind die vielen Werbebildchen auf der HTML-Seite, und nicht die Mitteilung des Autors zum Grundeinkommen?

Leider ist diese Qualität der Berichterstattung zum Grundeinkommen nicht selten, im Online-Blätterwald. – So viel zum Stand unserer Kulturentwicklung.

PS:
Auch auf dieser Internetseite wird leider Werbung eingeblendet, gegen den Willen des Autors, weil der Betreiber der Blog-Software Geld verdienen will, welches er ansonsten scheinbar nicht bekommt. – Wir stecken also alle in diesem »miesen System« fest. – Ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde uns sicher da heraushelfen. – Deswegen setzt sich der Autor auch für ein Grundeinkommen ein. – Und Sie?

Gesellschaft heute

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