Magnetfeldtherapie in der Tierheilkunde

Magnetfeldtherapie in Kombination mit Dunkelfeldmikroskopie in der Tierarztpraxis

Bei der Dunkelfeldmikroskopie handelt es sich um die diagnostische Betrachtung eines kleinen Bluttropfens. Hierfür wird eine spezielle Beleuchtungstechnik mit einer bis zu 1200-fachen Vergrößerung eingesetzt. So kann exakt der Zustand des vitalen Bluts beurteilt und damit eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Dabei hat sich gezeigt, dass sich gerade die Magnetfeldtherapie positiv auf Störungen des Bluts auswirken kann.

Das Blut ist Träger verschiedener Mikroorganismen, die normalerweise friedlich miteinander in einem symbiotischen Gleichgewicht leben. Durch die Aufrechthaltung dieser Symbiose ist Gesundheit definiert. Eine gestörte Symbiose innerhalb des inneren Milieus des Organismus wird als Dysbiose bezeichnet und bedeutet Krankheit. Hierfür hat bereits Anfang des 19. Jahrhunderts der deutsche Wissenschaftler Prof. Dr. G. Enderlein die Grundlagen einer neuen Lehre geschaffen, die es uns heute ermöglicht, den jeweiligen Zustand des Bluts zu beurteilen.

Das biologische Gleichgewicht im Blut und der meisten Körpergewebe wird durch die verschiedenen Regulationssysteme des Körpers gewährleistet. Durch Eiweißbelastung bzw. Übersäuerung des Bluts, wie sie z.B. oft durch eine falsche Ernährung hervorgerufen wird, können die Zellen ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen. Zugleich führt das Überangebot an Säuren zu einer Schwächung der Regulationssysteme, die u.a. einen Stau der Säuren im Gewebe sowie eine Alkalisierung des Bluts zur Folge hat.

In diesem Zusammenhang führte Prof. Dr. Enderlein erstmals den Begriff „Stausucht“ (Endobiose) ein als Ausgangspunkt für chronische Krankheiten, wie z.B. degenerative Gefäßprozesse, Demineralisierung von Knorpel und Knochen, entzündlich-rheumatische Erkrankungen oder Tumorbildung. Durch die höhere Lebenserwartung von Kleintieren haben diese Erkrankungen auch in der Tierarztpraxis zugenommen.

Magnetfeldtherapie bei Therapieresistenz

Immer wieder kommt es vor, dass sich der Zustand von kranken Tieren trotz angemessener schulmedizinischer Behandlung nicht wesentlich verbessert. In solchen Fällen ist es notwendig, die Pufferkapazität des Organismus zu stärken und damit die Säurebelastung zu neutralisieren. Hier hat sich die Magnetfeldtherapie zur Unterstützung des Genesungsprozesses bewährt. Mithilfe der Dunkelfeldmikroskopie erhält der Tierarzt die nötigen individuellen Informationen, um mögliche Auslöser von Beschwerden zu erkennen, aber auch gezielt Therapien einzusetzen, die die Reaktionsstarre bei therapieresistenten Patienten aufzulösen vermögen.

Studien mit der Dunkelfeldmikroskopie

Bei einer Reihe von Patienten habe ich jeweils vor und nach einer Stimulation mit pulsierenden Magnetfeldern eine Blutuntersuchung mittels Dunkelfeldmikroskopie durchgeführt. Sie alle wiesen Symptome wie Apathie, Müdigkeit, Tonusmangel, Untertemperatur, kalte Glieder, eine ungenügende Sauerstoffsättigung, ein schwacher Puls und schuppiges Fell auf.

Eine dunkelfeldmikroskopische Untersuchung des vitalen Bluts ergab in allen Fällen eine Blutstarre, eine Formumwandlung und/oder Schädigung der Blutzellen sowie eine Verklumpung bis hin zur Geldrollen- oder Thrombosenbildung, die wiederum Durchblutungsstörungen und eine Sauerstoffunterversorgung des Organismus zur Folge hatten. Außerdem zeigte sich ein trübes, belastetes Plasma mit Ablagerungen und Vernetzung von Filiten (fädenförmig organisierte Eiweißablagerungen), die eine Verdickung des Bluts begünstigen.

Nun führte ich bei diesen Tieren regelmäßig Anwendungen mit Magnetfeldtherapie durch – und zwar nicht mit dem Ziel, die Krankheit zu beseitigen, sondern primär, um die infrage kommenden schulmedizinischen und isopathischen Therapien wirksam zu unterstützen. Die Effekte prüfte ich dann durch erneute Blutuntersuchungen mithilfe der Dunkelfeldmikroskopie.

Das Ergebnis: Nicht nur die Beschwerden sondern auch der Zustand des vitalen Bluts verbesserten sich deutlich. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Wirkung nur mittels Magnetfeldstimulation zu erreichen ist: Bei keinem der von mir ebenfalls getesteten alternativen Verfahren ergaben die dunkelfeldmikroskopischen Kontrolluntersuchungen eine signifikante Verbesserung.

Fallbeispiele

Kater Barney wurde mit einer FIV-Infektion – eine unheilbare Viruserkrankung – vorgestellt. Eine Untersuchung des vitalen Bluts mit der Dunkelfeldmikroskopie ergab u.a. eine Bewegungsstarre durch eine hochgradige Verklumpung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), eine plasmatische Belastung, Unterversorgung mit Sauerstoff sowie eine Blockade beim Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten, was sich ungünstig auf die Krankheitssymptomatik auswirkte.

Zur Behandlung setzte ich neben Infusionen auch die Magnetfeldtherapie ein. Eine erneute Betrachtung des Bluts mit der Dunkelfeldmikroskopie ergab eine deutliche Verbesserung des ersten Befunds: Schon nach der ersten Anwendunge der Magnetfeldtherapie hatten sich Vitalität und Aktivität der Zellen gesteigert; ebenso hatten sich Verklumpungen gelöst sowie die Fließeigenschaften des Bluts verbessert.

Kater Romeo, 17 Jahre, litt seit 2003 u.a. an einem Schilddrüsentumor, Herzrasen, verdicktem Blut und Abmagerung. Die schulmedizinische Behandlung hatte kaum Erfolg. Erst zusätzliche regelmäßige Infusionen und Stimulationen mit der Magnetfeldtherapie führten zu einer Besserung: Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung wurden gesteigert, was zu einer Stabilisierung des Allgemeinbefindens führte; weitere Rückfälle konnten vermieden werden.

Die zweijährige Hündin Nakischa wurde in meine Praxis mit Symptomen wie Apathie, Anorexie, blasse Schleimhäute, abdominale Krämpfe sowie Untertemperatur gebracht. Noch bevor ich alle Laborergebnisse vorliegen hatte, führte ich eine Dunkelfeldmikroskopie des Bluts durch. Wie sich zeigte, war eine Operation notwendig – bis dahin bekam sie regelmäßige Anwendungen mit der Magnetfeldtherapie. Sofort wurde sie agiler, litt nicht mehr unter Krämpfen, ihre Körpertemperatur normalisierte sich wieder und auch das Bild des vitalen Bluts war nun zufriedenstellend. Die Hündin überstand die Operation sehr gut und ist heute wieder fit und aktiv.

Vita: Dr. Liliane Wiedick-Puscasu ist Tierärztin
und praktiziert seit 1989 in ihrer Kleintierpraxis in Wiesbaden.

Diesen Text finden Sie in der Ausgabe 16 vom Informationsdienst Magnetfeldtherapie aktuell

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