Ist Geld ohne Gegenleistung verlockend?

Was aber hat die Existenzsicherung aller Menschen, mit diesen Zusammenhängen zu tun.

Die
Existenzsicherung ist kein „Angebot“ des Staates an den Bürger.
– Sie ist eine immerwährende Aufgabe, für uns alle.

https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Ein-Grundeinkommen-wuerde-den-Sozialstaat-aushoehlen-id53616666.html

Wie kommt die Autorin darauf, das Bedingunglose Grundeinkommen (BGE) mit „Glücklichmachen durch den Staat“ zu interpretieren?

Geld ohne Gegenleistung ist nicht sozial, meint Sarah Schierack.

Das Hauptproblem ist aber das „Umdenken können“. – Eben nicht mehr in den alten Bahnen unser Leben begreifen und jede sinnvolle Maßnahme als vorübergehende Hilfe den Leuten wieder wegnehmen, wenn sie nur einen Cent über dem Einkommenslimit sind.

Haben wir nicht auch deshalb einen überbordenden Verwaltungsapparat mit Tausenden von meist Büromitarbeitern, die das kontrollieren wollen, bei ihren Mitmenschen, was das Normalste von der Welt ist, nämlich: leben wollen.

Wieso lassen wir nicht alle Menschen leben? Und begreifen die Gesellschaft als einen Ort, der genau das ermöglicht und zur Aufgabe hat?

Den Selbsterhalt gemeinsam bewältigen

Statt, dass wir unseren Selbsterhalt „privatisieren“, könnten wir ihn vergemeinschaften. – Wenn wir dann fragen, wieso leben wir eigentlich mit anderen Menschen zusammen, dann können wir sagen, weil wir gemeinsam effizienter und effektiver den Selbsterhalt bewältigen und genau dieses Anliegen als unseren Hauptgrund benennen, warum wir überhaupt zusammen eine Gesellschaft bilden.

Denn wenn wir uns gegenseitig im Stich lassen oder uns nur gegenseitig ausbeuten, dann brauchen wir keine Gesellschaft und dann ist sie es auch nicht wert, erhalten zu bleiben. Dann brauchen wir sie auch nicht zu verteidigen und pfleglich behandeln. – Denn sie gibt uns nicht dasjenige, was das Wichtigste ist: den garantierten Selbsterhalt.

Und wir brauchen auch kein Europa, wenn es nicht seine vordringlichste Aufgabe darin sieht, die Menschen in den verschiedenen Ländern am Leben zu erhalten, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen. – Dann können wir uns gleich wieder bekriegen, jeder gegen jeden, nur den eigenen, nationalen Vorteil im Sinn.

Friedensbeitrag Grundeinkommen

Deswegen ist das Bedingungslose Grundeinkommen auch ein Friedensbeitrag in der heutigen, von rückwärts gewandten Kräften beeinflussten Zeit.

Woher soll das Geld noch kommen, fragt die Autorin. – Glaubt sie, dass das Bedingungslose Grundeinkommen zusätzliches Geld bedarf? Auch wenn sie andeutet, der deutschen Wirtschaft könnte es einmal wieder schlechter gehen, hat sie den Kontext für das BGE nicht im Blick. Die Güter, die das Grundeinkommen ausmachen, müssen immer, unabhängig von Konjunktur und Wachstum erbracht werden. Deshalb ist es auch egal, was in diesem Zusammenhang passiert. Mit Wirtschaftswachstum hat das Bedingungslose Grundeinkommen nichts zu tun.

Wirtschaft selbst gestalten

Eher das Gegenteil ist der Fall. – Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen könnten es sich die Menschen aussuchen, bei welchen wirtschaftlichen Aktivitäten sie mitwirken wollen. – Heute hingegen, muss jeder Mist gearbeitet werden, wenn das Jobcenter eine Bewerbung und Arbeitsaufnahme erwartet.

Statt die
Existenzsicherung der Menschen als gesellschaftlichen Notfall
einzuplanen, für den es dann „auf Antrag“ einen Sozialstaat
gibt, mit Tausenden Mitarbeitern in den Behörden, die alles prüfen
und kontrollieren sollen, wäre es doch viel klüger, die
Gesellschaft grundsätzlich neu zu denken, als einen Ort, der
ausdrücklich, als erste Aufgabe hätte, für die Existenzsicherung
der Bewohner zu sorgen. – Wäre das nicht im Interesse von uns allen?

Gesellschaft heute

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