Hartz4 – Überall das Gleiche

Die Journalistin und Twitter-Aktivistin Frances Coppola beschreibt in ihrem Beitrag die Situation der Armen in England zu Zeiten des »Speenhamland-Projekts«, Anfang des 19. Jahrhunderts und zieht einen Vergleich zu heute.

http://www.coppolacomment.com/2019/05/an-experiment-with-basic-income.html

Das Speenhamland-Projekt sollte den Armen helfen, mit ihren geringen Einkommen fertig zu werden. Wenn sie kein Einkommen hatten, bekamen sie einen Geldbetrag zum Überleben. Dieser wurde von den Landbesitzern aufgebracht, nach der Größe ihres Landes bemessen, während Fabrikbesitzer weniger Steuern den Gemeinden zahlen mussten, aufgrund ihres geringeren Landbesitzes und obwohl sie ebenfalls
»reich« waren. – Das machte das Speenhamland-Projekt unbeliebt bei den Landbesitzern.

Coppola weist darauf hin, dass nach Beendigung des Speenhamland-Projekts die Situation für die Armen deutlich schlimmer wurde, als nach 1834 in England die »Arbeitshäuser« eingerichtet wurden.

Der Umgang mit den Armen war vor 200 Jahren »moralisch« beeinträchtigt, genau, wie es heute auch wieder der Fall ist. – Es herrschte die Meinung, dass niemand Geld bekommen sollte, der nicht arbeitet.

Das ist die gleiche Argumentation, wie sie heute die Hartz4-Befürworter anbringen.

Gesellschaft heute

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