Grundeinkommen und Virus

Gut, dass in den letzten Jahren so viele Menschen sich bereits mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) beschäftigt haben. Sonst müssten wir jetzt erst damit anfangen. – Bei den Regierungen ist dieser Lösungsansatz und Kulturimpuls aber noch nicht angekommen?

Im Schweizer Radio war gerade zu hören, dass es dringend nötig sei, jetzt für die Menschen finanzielle Unterstützung bereit zu halten, die existenziell von Geldeinnahmen abhängig sind, aber keine mehr haben, wegen der Viruskrise.

• Arbeitnehmer bleiben zu Hause und betreuen die Kinder. Aber nicht alle Arbeitgeber zahlen weiter Lohn.

• Selbstständige haben keine Einnahmen, aber die Miete muss weiterhin gezahlt werden, für Räumlichkeiten und Wohnungen.

Auch der Vorschlag mancher Staatsführungen, dass die Banken großzügig Kredite geben sollen, hilft nicht weiter, weil die Leute dann verschuldet sind, um ihre Existenz zu sichern.

Alles in allem ist jetzt zu sehen, wie wichtig das Bedingungslose Grundeinkommen ist!

Und dass die Politiker die letzten Jahre verschlafen haben, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Aufgaben für Gesellschaft und Staat neu zu definieren.

So aber, müssen wir Bürger die Politiker vor uns hertreiben und ihnen unentwegt zurufen, sie sollen doch endlich einmal wahrnehmen, dass ihre veralteten Vorstellungen von Staat und Gesellschaft nicht mehr brauchbar sind.

Hatten unsere Regierungen die letzten Jahren nicht immer wieder gebetsmühlenartig gepredigt, wir bräuchten nur für jeden Arbeitslosen einen Arbeitsplatz und dann „geht es uns gut“?

Schon längst haben viele Menschen der Zivilgesellschaft erkannt, dass es damit nicht getan ist.

Ein Großteil der Arbeitsplätze ist prekär. – Will heißen, sie sind schlecht bezahlt, zeitlich befristet, mit schlechten Arbeitsbedingungen verknüpft. – Unter solchen Umständen eine seriös gestaltete Existenzsicherung für sich selbst zu schaffen, die garantiert Tag für Tag die notwendigen Güter zugänglich macht, die wir zum Leben brauchen, ist für viele Menschen kaum zu leisten.

Und dann kommt der Virus und alles wird noch schwerer.

Außerdem führt der Arbeitszwang in den heutigen Arbeitsgesellschaften dazu, dass die Menschen ausgebeutet, erniedrigt und wie Arbeitssklaven behandelt werden. Dieser Umstand wird von den Politikern gerne übersehen. Davon wollen sie nichts wissen. Und die permanent hohe Zahl der Armen und Armutsgefährdeten im Land und die unverschämte Bereitschaft, sich mit dem Vorhandensein der „Tafeln“ abzufinden, runden das Bild unserer Parlamentarischen Demokratie negativ ab.

Sicher wird es so weitergehen und die Ignoranz gegenüber den Problemen der Bevölkerung, wird bei den Abgeordneten nicht nachlassen. – Dann aber hängt es davon ab, wie die Bürgerinnen und Bürger sich verhalten. Sie müssen sich einmischen und ihre Erfahrungen mit der Viruskrise, mit ihrer beruflichen Situation erzählen und öffentlich machen. Die Menschen, die unter der schlechten Politik der Parteien leiden, müssen diesen Umstand öffentlich machen. Anders wird es nicht gehen, bessere Verhältnisse zu erreichen.

Gesellschaft heute

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