Grundeinkommen in der Frankfurter Sparkasse

Wenn Herr Alt Aussagen macht, die nicht zutreffen, wird das Publikum derlei Verhalten bemerken. – Heinrich Alt vertritt als ehemaliger Angehöriger der Arbeitsbehörde deren Ideologie. Dass er dabei zu unfairen Methoden greift und die Unwahrheit über das Bedingungslose Grundeinkommen erzählt, ist doch nur peinlich und zeigt das Niveau der Vertreter der »Arbeitsgesellschaft«. – Sonderbedarfe, welche sich aus der Situation von zum Beispiel »Behinderten« ergeben, würden natürlich auch weiterhin per Antrag zusätzlich genehmigt. – Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) bezieht sich hingegen ausschließlich auf die »Existenzsicherung«.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/grundeinkommen-debatte-der-polytechnischen-gesellschaft-15785344.html

Alt hat dem zehn Punkte entgegengehalten, unter anderem, dass ein Grundeinkommen unfair sei: Behinderte bekämen dann zum Beispiel genauso viel wie ein gesunder junger Mann, obwohl ihre Pflege und Betreuung davon nicht zu bezahlen sei.

Das Grundeinkommen ist kein »zusätzliches« Geld, wie Herr Alt suggerieren will. Wer hohe Einkommen hat, zahlt entsprechend mehr Steuern. Damit »bezahlt« derjenige nicht nur sein eigenes Grundeinkommen, sondern auch die Grundeinkommen derjenigen, die zu wenig Geld haben.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist somit nicht ungerecht, wie er sagt, sondern schafft erst Gerechtigkeit, indem es für »Umverteilung« sorgt. – Das Prinzip »Umverteilung« ist übrigens dem Steuergedanken systemeigen. Alle Steuerzahlungen sollen bewirken, dass eine Dienstleistung für die Gemeinschaft angeboten wird, unabhängig von der Finanzkraft des Einzelnen.

Auch die Behauptung Alts, die Gesellschaft würde aus »Produktiven und Nutzlosen« bestehen, wenn das Grundeinkommen eingeführt wird, ist Humbug. – Er orientiert sich natürlich an dem Nützlichkeitsbegriff, den ein Unternehmer gegenüber seinen Mitarbeitern entwickelt: Kann ich die Leute optimal ausbeuten? – In der Hartz4-Gesellschaft ist dies durch perfide Gesetze ermöglicht. In einer Grundeinkommensgesellschaft könnten die Leute nicht mehr so leicht missbraucht werden. – Das stört die Anhänger der Arbeitsgesellschaft.

Entlarvend ist doch, dass sich bei der Diskussionsveranstaltung in Frankfurt eine »Arbeitgeberin« meldet, die Zweifel hat, in einer Grundeinkommensgesellschaft noch Mitarbeiter zu finden. – Ja, wenn der Bürger nicht mehr »Diener seiner Herrschaften« ist, scheint für manche die Welt zusammen zu brechen.

Guter Beitrag zum Bedingungslosen Grundeinkommen von Theresa Weiß in der FAZ.

Gesellschaft heute

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