Bürger oder Arbeitnehmer?

Es ist interessant, dass wir Menschen unsere Bürgerrechte abgeben, wenn wir einen Arbeitsplatz annehmen. – Wie ist das möglich?

Es geschieht durch den Arbeitsvertrag. Er ist eigentlich ein Versklavungs- und Unterwerfungsvertrag.

Wir unterschreiben ihn in der Regel, wenn das Übliche drin steht. Das Übliche ist aber die Unterwerfung. Sie steckt in den vielen Verpflichtungen drin, zu denen man sich bereit erklärt.

Doch halt, um was geht es eigentlich. – Für viele Menschen geht es nur um die Existenzsicherung. Und dann wird ein riesen Popanz gemacht, zu was man dann alles verpflichtet ist.

Auch dass die Jobcenter die Geldlosen zu allen möglichen Tätigkeiten heranziehen wollen, die potentielle Arbeitgeber durchführen möchten, hat letztlich nichts mehr mit der reinen Existenzsicherung zu tun, die die Geldlosen ausschließlich brauchen und wirkt als Anspruch gegenüber diesen Leuten maßlos überdimensioniert.

So wird die unsichere Existenz der Bürger ausgenutzt, um sie zu erniedrigen und auszubeuten.

Wer sagt, die Geldlosen müssten ihre Existenzsicherung verdienen, ja klar, warum nicht. – Aber das ist doch kein Freibrief, um die Leute zu schikanieren, sie für irgendwas, irgendwelche Jobs heranzuziehen, die sie nicht interessieren, die keinen Bezug zu den Existenzgütern haben, die sie eigentlich nur brauchen.

So ist der Arbeitsvertrag der Ausstieg aus den Bürgerprivilegien und der Einstieg in ein sklavenähnliches Beziehungsverhältnis zu einem Master, Herrn, der Verfügungsgewalt über die Mitarbeiter und Dienerschaft hat.

Der Arbeitsvertrag ist eine Falle. – Nicht umsonst bedroht der Staat diejenigen, die es wagen grundlos aus diesem Ungleichverhältnis auszubrechen. Wer scheinbar grundlos seinen Arbeitsvertrag kündigt, bekommt eine 3-monatige Arbeitslosengeldsperre. Kann man die Begründung nachlesen, warum die Gesetzesmacher diese Regel einführten? Wahrscheinlich sind es peinliche Erklärungen.

Die Jobcenter organisieren einen Sklavenhandel. – Was hingegen die Geldlosen heute nur brauchen, ist eine bescheidene Existenzsicherung: Nahrung, Kleidung, Wohnraum und etwas Energie. – Und dann ohne viele Umstände, vielleicht sogar ohne Arbeitsvertrag, mithelfen die Güter, die man braucht, zu produzieren und herbeizuschaffen, wäre vielleicht eine Überlegung, wenn man den Grundeinkommen-Kritikern entgegen kommen wollte.

Heute nutzen der Staat, Wirtschaft und Arbeitgeber die Situation der Geldlosigkeit, um die Bürgerrechte der Leute außer Kraft zu setzen.

Wir brauchen das Bedingungslose Grundeinkommen wirklich dringend, weil erst durch dieses die Grundrechte der Menschen durchgesetzt sind.

Gesellschaft heute

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